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Wappen der Marinekameradschaft KSS e.V. Warnemünde: Anker mit LorbeerkranzDie Geschichte von KSSKüstenschutzschiffe der Volksmarine 1956–1990
Schiffsklasse · 1956–1977

Projekt 50 – Riga-Klasse

Vier in der Sowjetunion gebaute Wachschiffe. Mit den beiden ersten Einheiten begann am 15. Dezember 1956 in Saßnitz der Truppenteil KSS.

Schiffsdarstellung

Nachbau der Schiffsdarstellung von der Website der Marinekameradschaft KSS e.V. Die Aufstellung der Anlagen ist wörtlich von dort übernommen. Auf der alten Seite hieß es dazu: „Berühren Sie mit dem Cursor die aufgezählten Waffen.“ Die Grafiken, die dabei die jeweilige Anlage im Riss hervorhoben, hat das Internet Archive nie erfasst; erhalten ist nur die Grundzeichnung. Beim Überfahren zeigt dieser Nachbau darum die Angaben aus Anhang 1 der Broschüre Teil 2.

Seitenriss und Draufsicht eines Küstenschutzschiffes des Projektes 50 mit der Bordnummer 142
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Bewaffnung

Weitere Anlagen

Seitenriss KSS Projekt 50 aus Anhang 4 der KSS-Broschüre Teil 2
KSS Projekt 50Seitenriss aus Anhang 4 der KSS-Broschüre Teil 2

Geschichten und Beiträge

105 Beiträge
  • Helmut BergerEpisoden und GedankenBroschüre Teil 21956–1957Projekt 50

    Der erste Kommandant des KSS 1-62 (später „Karl Marx“) erinnert sich an zwei Vorfälle aus der Anfangszeit der Küstenschutzschiffe 1957: den ersten Übungstorpedoschuß der Volksmarine, bei dem der Torpedo im Schlick steckenblieb, und einen vermeintlichen Sprengkörper an Bord, der sich als vergessener sowjetischer Imitationskörper entpuppte.

  • Siegfried PrinzEpisoden und GedankenBroschüre Teil 21956–1977Projekt 50

    Der ehemalige Wachingenieur und Leitende Ingenieur Siegfried Prinz beschreibt die Dampfturbinen-Antriebsanlage, die Kessel-, Elektro- und Pumpenanlage sowie die Personalstruktur des Gefechtsabschnitts V (GA-V) auf den KSS Projekt 50. Anekdoten über Heizölübernahme, Verdampferklopfen und Kesselfegen sowie die Kommandotabelle des Seeklarmachens im GA-V ergänzen die technische Beschreibung.

  • Lothar Kolditz, Fritz NaumannEpisoden und GedankenBroschüre Teil 21961–1962Projekt 50

    Lothar Kolditz erinnert sich an die einjährige Werftliegezeit der KSS „Ernst Thälmann“ und „Karl Marx“ zur Modernisierung in der sowjetischen Marinewerft Kronstadt 1961/62: die schwierige Überführung, Dienst und Alltag im Trockendock, Verpflegung, Freizeit, Exkursionen nach Leningrad und die Begegnungen mit der Bevölkerung. Fritz Naumann ergänzt Episoden über Sprachprobleme („Karl Murks“), die Organisation der ersten Leningrad-Exkursion und die Kuba-Krise 1962. Eine Anlage listet die ganzjährig in Kronstadt eingesetzten Offiziere und Meister beider Schiffe auf.

  • Hans SteikeAmüsantesBroschüre Teil 2Projekt 50

    Bei einem Flottenmanöver soll das KSS „Karl Marx“ auf das Stichwort „Atomschlag“ einen Ausfall imitieren. Als der Kommandant beim Abfragen der Befehlsstände das Stichwort selbst ausspricht, löst der Leitende Ingenieur im Lärm des Turbinenraumes verfrüht die gesamte Einlagenkette aus.

  • Lothar KolditzAmüsantesBroschüre Teil 21962Projekt 50

    Während der Werftliegezeit in Kronstadt entdeckt der Autor bei einer Exkursion im Park von Peterhof eine Bierbude mit tschechischem „Staropramen“. Seine Mitteilung an die tanzenden Matrosen wirkt wie ein Alarmruf – die Tanzfläche ist sofort leer und der Bierstand fest in deutscher Hand.

  • Lothar KolditzAmüsantesBroschüre Teil 21960Projekt 50

    Beim Flottenbesuch zur „Woche des Meeres 1960“ liegt die „Friedrich Engels“ auf Reede vor Gdansk. Ein Unterleutnant kehrt spätabends mit der Admiralsbarkasse an Bord zurück – und wird vom Kommandanten grimmig empfangen, weil der Diensthabende beim Anblick der Barkasse den „Alten“ geweckt hat.

  • Hans SteikeAmüsantesBroschüre Teil 2Projekt 50

    Um die Disziplin der Besatzung während der Werftliegezeit der „Ernst Thälmann“ in der Neptunwerft zu erhalten, wird mit der GST ein Motorrad-Fahrschullehrgang organisiert. Das dafür nötige Motorrad beschafft der Oberbootsmann mit fingierten Billigangeboten zu einem „echten Preishammer“.

  • Peter Dölling, Siegfried PrinzAmüsantesBroschüre Teil 21965–1972Projekt 50

    Ein Spottgedicht von Peter Dölling und Siegfried Prinz über den mühsamen Bau einer Straße zwischen dem Stab der KSS-Abteilung am Seekanal und dem Liegeplatz der Schiffe in Warnemünde nach der Verlegung von Saßnitz 1965. Eine Vorbemerkung erläutert die Hintergründe des „gewaltigen Projektes“ unter Abteilungschef Hermann Strecker.

  • Hans SteikeAmüsantesBroschüre Teil 21971Projekt 50

    1971 baut die Besatzung der „Ernst Thälmann“ während der Werftliegezeit den ausgemusterten Kutter zu einem weißen Kajütboot um und tauft es „Ostseeland III“ – in Anspielung auf die Staatsjachten. Nach einer Grußbegegnung mit der echten „Ostseeland II“ setzt eine Untersuchungskommission dem Spaß ein Ende: Das Boot wird verschrottet.

  • Lothar KolditzAmüsantesBroschüre Teil 2Projekt 50

    Im Januar soll der Leitende Ingenieur in Saßnitz unauffällig eine ins Hafenwasser gefallene Rückholfeder der Flak bergen, bevor der Stab davon erfährt. Beim Tauchgang findet er zugleich die Wodkaflasche eines Kesselgastes, die dieser zu Silvester außenbords gekühlt hatte – der Kommandant lädt daraufhin zum „Rapport“.

  • Siegfried PrinzAmüsantesBroschüre Teil 2Projekt 50

    Auf dem Weg nach Tarnewitz tritt im Kesselraum eines KSS Projekt 50 Heizöl aus einem gerissenen Bunker aus. Um die Brandgefahr zu bannen, läßt der LI die Bilge lenzen – etwa zwei Tonnen Masut treiben daraufhin an den Strand von Warnemünde vor dem Hotel „Neptun“. Die Besatzung des Schiffes 123 muß den verölten Sand abfahren und erfindet dabei phantasievolle Erklärungen für die Urlauber.

  • Hans SteikeAmüsantesBroschüre Teil 2Projekt 50

    Während einer Großen Werftliegezeit eines KSS Projekt 50 stürzt in der Offiziersmesse der Fernseher scheinbar von selbst vom Podest, während der Parteisekretär allein im Raum ist. Erst nach einer eingeleiteten Untersuchung melden sich zwei Funker, die bei der Antennenwartung am Fernsehkabel gezogen hatten.

  • Lothar KolditzAmüsantesBroschüre Teil 2Projekt 50

    In der Neptunwerft läuft durch eine offene Lenzleitung der Hilfsmaschinenraum eines KSS voll Wasser. Zwölf E-Motoren müssen zerlegt und getrocknet werden – was das Maschinenpersonal kurzerhand als „vorbeugende Instandsetzung“ deklariert. Der Abteilungschef lobt die Initiative und empfiehlt sie allen Schiffen.

  • Rudolf SchwedaAmüsantesBroschüre Teil 2Projekt 50

    Beim Flottenbesuch in Gdynia bringt der 2. Wachingenieur zwei Flaschen polnischen Wodka von einer Familienfeier mit. Der Feldscher und ein Offiziersschüler trinken eine davon heimlich leer und füllen sie mit Wasser auf – ohne zu ahnen, daß eine der Flaschen als Dankeschön für Admiral Ehm bestimmt ist.

  • Ulrich MädelEpisoden und GedankenBroschüre Teil 31951–1974Projekt 50

    Ulrich Mädel, erster Leitender Ingenieur des KSS 1-61 (später „Ernst Thälmann“), erinnert sich an seinen Weg vom Reichsbahn-Lehrling über die Seepolizei-Offiziersschule und das Schulschiff „Ernst Thälmann“ zur Übernahme der Küstenschutzschiffe Projekt 50 im Dezember 1956. Er beschreibt Technik und Bewaffnung des Projektes 50, die Übernahme der Schiffe von der sowjetischen Besatzung, den Dienst in Saßnitz und Warnemünde sowie seine spätere Laufbahn in den Rückwärtigen Diensten der 6. Flottille bis zur Entlassung 1974.

  • Broschüre der Politischen Verwaltung der SSK der DDR (1957)Episoden und GedankenBroschüre Teil 31957Projekt 50

    Leicht gekürzter Nachdruck eines Erinnerungsalbums von 1957 über den ersten Auslands-Flottenbesuch der Seestreitkräfte der DDR: Vom 29. Juni bis 2. Juli 1957 nahmen zwei KSS unter Leitung von Vizeadmiral Verner an den „Tagen des Meeres“ und der Flottenparade zum Tag der Polnischen Seekriegsflotte in Gdynia teil. Geschildert werden das erstmalige Setzen der Dienstflagge der DDR auf See, der Salut auf der Reede, die Parade, Empfänge und Begegnungen mit polnischen und sowjetischen Matrosen.

  • Ulrich Mädel, Horst WilhelmEpisoden und GedankenBroschüre Teil 31958, 1968Projekt 50

    Zwei Berichte über Brände auf Küstenschutzschiffen Projekt 50 in Friedenszeiten: Ulrich Mädel schildert als damaliger Leitender Ingenieur den Turbinenraum-Brand auf KSS 1-61 am 8. April 1958 in Saßnitz, bei dem während der Heizölübernahme Masut aus einem verstopften Peilrohr austrat, sowie Ursachen, Brandbekämpfung und Folgen. Horst Wilhelm beschreibt den Brand im Hilfsmaschinenraum der „Karl Marx“ 1968 im Stützpunkt Warnemünde, ausgelöst durch tropfenden Diesel auf eine heiße Abgasleitung.

  • Hans SteikeEpisoden und GedankenBroschüre Teil 31970er/1980er JahreProjekt 50Projekt 1159

    Hans Steike beschreibt einen typischen Diensttag im Führungsorgan der KSS-Abteilung im Stützpunkt Warnemünde: die Stabsbaracke am Seekanal und ihre Diensträume, Morgenlage, Stabstraining zur Erarbeitung eines Entschlusses, Planungstage, Ausbildung der Stabsoffiziere und die Rolle des Führungspunktes. Den Abschluß bildet die Schilderung einer nächtlichen Auslösung höherer Gefechtsbereitschaft mit Benachrichtigungssystem, Raketenübernahme und Auslaufen des Führerschiffes.

  • Hans SteikeAmüsantesBroschüre Teil 31960er JahreProjekt 50

    „Hilde“ war der Spitzname für den Hilfskessel der KSS Projekt 50, der im Stützpunkt für Heizung, Wirtschaftsdampf und warmes Duschwasser sorgte. Hans Steike erzählt von den Tücken der Offiziersdusche mit ihrem Ventil-Wirrwarr und davon, wie Kommandant Kurt Urmoneit mit einer Befehlsübermittlungs-Kette aus 2. WI, Pumpenmeister und Pumpenmaat schließlich eine farbliche Kennzeichnung der Ventile und eine Duschinstruktion erzwang.

  • Hans SteikeAmüsantesBroschüre Teil 31960er/1970er JahreProjekt 50

    Das KSS „Ernst Thälmann“ pflegte neben der Patenschaft mit dem Schwermaschinenbau-Kombinat in Magdeburg eine enge Verbindung zur LPG „Ernst Thälmann“ in Ziesendorf und Papendorf. Hans Steike schildert, wie der Kommandant den unbeliebten Härtetest als Vorwand nutzte, um mit über 100 Mann Besatzung einen Tag lang Steine von den LPG-Feldern zu sammeln, ein Kinderfest zu gestalten und mit den Bauern zu feiern – und kommentiert ironisch spätere Nachwende-Dokumentationen über die NVA.

  • Lothar KolditzAmüsantesBroschüre Teil 31962Projekt 50

    Während der Werftliegezeit der „Ernst Thälmann“ und „Karl Marx“ 1962 in Kronstadt galt für Matrosen und Maate beim Landgang Alkoholverbot. Stabsmatrose Lifka wurde wegen seines heruntergezogenen Augenlids mehrfach vom sowjetischen Streifendienst als vermeintlich Betrunkener aufgegriffen, bis der Sicherheitsoffizier Kapitän Michailow die Sache klärte.

  • Hans SteikeAmüsantesBroschüre Teil 31960er JahreProjekt 50

    Eine Kommandant Kurt Urmoneit auf der „Friedrich Engels“ zugeschriebene Geschichte: Ein Matrose des letzten Dienstjahres schrie nachts wiederholt „Huuh!“ in das offene Fenster der Kommandantenkammer. Urmoneit ermittelte den Täter über die Landgangsbücher, empfing ihn mit einer linken Geraden und stellte ihn am nächsten Morgen bei der Musterung wortlos bloß.

  • Hans SteikeAmüsantesBroschüre Teil 31960er JahreProjekt 50

    Hans Steike erinnert an die abendlichen Runden in der Offiziersmesse der KSS Projekt 50 in den 1960er Jahren und die dort weitererzählten Geschichten: die „Kalte Pflaume“ aus Kreiselsprit, ein I.WO, der auf Reede Gdynia von einer Festmachetonne ins Wasser geschleudert wurde, eine nach Zahlen komponierte KSS-Oper, Kommandant Kremkaus Mützenschwenken bei der Flottenparade, LI Grütz’ Druckluft unter dem Gipsbein und die Losung „Die Ostsee muß ein Meer des Friedens werden“ beim Geschützexerzieren.

  • Hans SteikeAmüsantesBroschüre Teil 31960er JahreProjekt 50

    Drei überlieferte Telefon-Anekdoten der KSS: Ein Maat weist den Flottillenchef ab, der auf der OP-Leitung nach dem Tarnnamen „Schneewittchen“ fragt („Hier sind nur die sieben Zwerge!“), ein Läufer versteht den Tarnnamen „Eisenhut“ falsch und ruft den Kommandanten „mit Stahlhelm“ ans Telefon, und beim Buchstabieren des Namens Holt entsteht ein weiteres Mißverständnis.

  • Hans SteikeAmüsantesBroschüre Teil 31960er/1970er JahreProjekt 50

    Um dem unbeliebten Frühsport im Stützpunkt zu entgehen, versteckte sich ein langgedienter Stabsmatrose des Maschinenabschnitts in einem Schapp und setzte sich auf ein offenes Faß mit einer weißgrauen Masse – Ätznatron für die Kesselspeisewasser-Dosierung. Die Folgen für sein Hinterteil behandelte der Feldscher tagelang.

  • Armeerundschau, Betriebszeitung des Transformatorenwerkes „Karl Liebknecht“In alten Zeitschriften geblättertBroschüre Teil 41959–1968Projekt 50

    Drei Auszüge aus alten Zeitungen und Zeitschriften: Die „Armeerundschau“ 10/59 über den Einsatz von Soldaten und Matrosen bei der Störtebeker-Ballade in Ralswiek, die „Armeerundschau“ 12/60 über die Flottenparade zur Namensverleihung „Volksmarine“ am 4. November 1960 mit Ehrensalut des KSS 401, und die Betriebszeitung des Transformatorenwerkes „Karl Liebknecht“ über die Außerdienststellung des Patenschiffes KSS „Karl Liebknecht“ am 1. Oktober 1968.

  • Wolfgang JäneckeEpisoden und GedankenBroschüre Teil 41959–1960Projekt 50

    Wolfgang Jänecke, 1959 Kessel- und Pumpenmeister in der Baubelehrungseinheit KSS in Saßnitz-Dwasieden, wird mit zwei Maschinisten nach Ralswiek befohlen, um die Maschinenanlagen zweier zu Koggen umgebauter Fischkutter für die Störtebeker-Festspiele in Gang zu bringen. Er schildert Proben, Aufführungen, Seeschlacht-Szenen mit KSS-Personal als Piraten, kleine Pannen und das Abschiedsfest der Spielsaison 1959 sowie seinen Einsatz als Berater 1960.

  • Ulrich MädelEpisoden und GedankenBroschüre Teil 41960er JahreProjekt 50

    Ulrich Mädel erläutert anhand eines Fotos des KSS 1-62 (spätere „Karl Marx“) mit stark qualmendem Schornstein die Ursachen unvollständiger Heizölverbrennung in der Kesselanlage der KSS Projekt 50 und die Aufgaben des Gasten am Kesselfahrstand. Ergänzt um zwei Fotos aus dem Turbinenraum (Steuerbord- und Backbord-Turbinenfahrstand).

  • Karl-Heinz BreitensteinAmüsantesBroschüre Teil 41956–1957Projekt 50

    Karl-Heinz Breitenstein, Angehöriger der ersten KSS-Besatzung von 1-61, erinnert sich an die Landgangslokale in Saßnitz 1956, das Verhältnis zu Fischern und Grenzsoldaten und an Kommandant Kurt Hollatz („Kuddel“). Eine Landgangsüberschreitung retten drei Matrosen, indem der Fußballer Albert Dreibrodt den Betrunkenen markiert und der Kommandant persönlich beim Anbordbringen hilft.

  • Wolfgang JäneckeAmüsantesBroschüre Teil 41959Projekt 50

    Wolfgang Jänecke, Kessel- und Pumpenmeister und Schiffstaucher auf KSS 502, taucht am 27. Oktober 1959 zweimal im Saßnitzer Hafen nach dem sowjetischen Originalbesteck der Meistermesse, das der Pantrygast mit dem Abwaschwasser außenbords geschüttet hatte. Nur ein Fünftel des Bestecks konnte geborgen werden.

  • Dieter SperlingAmüsantesBroschüre Teil 41961Projekt 50

    Beim inoffiziellen Besuch der „Karl Marx“ in Baltijsk im Frühjahr 1961 unter Vizeadmiral Verner platzt der heimlich an Bord gehaltene Bordkater Felix mitten in das Begrüßungszeremoniell für die sowjetische Admiralität, indem er von einem illegalen Landgang zurückkehrend über die Stelling stolziert. Der Kater muss von Bord und wird einem sowjetischen Jungen geschenkt.

  • AmüsantesBroschüre Teil 41960er JahreProjekt 50

    Fortsetzung der kurzen Messe-Anekdoten aus Teil 3: Ausrutscher des PV Karl Bibow auf der „Karl Marx“, der beleibte Abteilungsingenieur „Papa“ Gerhard Wehrend bei der Kesselinspektion, als Neuerer-Verantwortlicher und bei Störungen in der Antriebsanlage, das mit Unterwasseranstrich versehene Auto des Oberbootsmanns Kupfer sowie E-Meister Udo Hoppes Katzenbraten.

  • Dieter Sperling, Siegfried PrinzAmüsantesBroschüre Teil 41963Projekt 50

    Im Herbst 1963 laufen „Karl Marx“ und „Ernst Thälmann“ bei stürmischem Südwind in den engen Saßnitzer Hafen ein. Kapitänleutnant Ebert bringt die „Ernst Thälmann“ mit „Beide AK voraus“ durch das Nadelöhr, reißt dabei vier Dalben aus und bohrt den Bug in die Holzpier, meldet aber ungerührt „Schiff fest!“. Siegfried Prinz ergänzt, wie das Splitterholz vor einem hohen Besuch verschwand.

  • Hans SteikeAmüsantesBroschüre Teil 41966Projekt 50

    Im Januar 1966 kollidiert das KSS „Karl Marx“ beim Auslaufen aus dem Pinnegraben im Warnemünder Seekanal mit einem Minol-Binnentanker, dessen Abdruck im Vorsteven dem Schiff den Spitznamen „Lachende Fregatte“ einbringt. Das Arbeitsfloß der Neptunwerft-Arbeiter, in der Mittagspause direkt unter den Außenbordsöffnungen der Toiletten vertäut, wird anschließend übel „verziert“.

  • Hans Steike, Fred Donner, Christian KörberLieder und GedichteBroschüre Teil 42004Projekt 50Projekt 1159Projekt 133.1

    Das KSS-Lied der Marinekameradschaft KSS e. V. (Text: Hans Steike, Musik: Fred Donner, Arrangement: Christian Körber) mit Notenblatt und zwei Textvarianten: einer offiziellen („Geheimhaltungsgrad: ohne“) und einer selbstironischen („nfdÖ“) Fassung mit je einer Strophe zu den Projekten 50, 1159 und 133 und gemeinsamem Refrain. Uraufführung war für den Kameradschaftsabend im Januar 2005 vorgesehen.

  • Manfred Kretzschmar, Hans SteikeEpisoden und GedankenBroschüre Teil 51956–1990Projekt 50Projekt 1159Projekt 133.1

    Manfred Kretzschmar und Hans Steike rekonstruieren die Unterstellung, den Status des Truppenteils und die häufig wechselnden Bordnummern der Küstenschutzschiffe Projekt 50 von der Gründung der Seestreitkräfte 1956 bis zum Ende der Volksmarine 1990. Der Beitrag enthält die Anordnungen zur Flottillenbildung 1956, die Führungen von 6. Flottille, KSS-Brigade, SKSSA, KSSA und 4. KSS-Brigade sowie eine chronologische Übersicht aller Bordnummern der vier Schiffe.

  • Dieter SperlingEpisoden und GedankenBroschüre Teil 51961Projekt 50

    Dieter Sperling schildert die dramatische Überführung der KSS „Karl Marx“ und „Ernst Thälmann“ Ende 1961 nach Kronstadt zur Modernisierung. Nach Ausfall des Verdampfers auf der „Karl Marx“ brachen im Sturm zweimal die Schleppverbindungen, das Schiff trieb auf die Klippen der Untiefe „Kasachewitsch“ zu und wurde nur durch den ausgebrachten Anker gerettet, bevor der Schlepper „Wismar“ es in eine Bucht vor einem geheimen sowjetischen Stützpunkt brachte.

  • Richard Blumenthal, NBI (Neue Berliner Illustrierte), Ausgabe 4/65In alten Zeitschriften geblättertBroschüre Teil 51965Projekt 50

    Abschrift einer Reportage von Richard Blumenthal aus der NBI (Neue Berliner Illustrierte) 4/65 über 78 Stunden an Bord des KSS „Ernst Thälmann“ während einer Navigations-Belehrungsfahrt mit Gefechtsübung. Der Reporter erlebt Gefechtsalarme, die Abwehr eines Angriffs von TS-Booten unter Führung von Manfred Kretzschmar, Kommandant Werner Ebert und eine Übung mit simuliertem „Atomschlag“ und Entaktivierung durch ein Feuerlöschboot. Mit Fotos von Horst E. Schulze.

  • Episoden und GedankenBroschüre Teil 51966Projekt 50

    Aus dem KSS-Nachlass von Herbert Axmann, Wachtmeister auf der „Karl Liebknecht“, stammen Notizzettel zu Fußballspielen der Schiffsmannschaft im Frühjahr 1966 – gegen die Schwesterschiffe, ASG Vorwärts Rostock, Aufbau Bad Doberan II, einen sowjetischen Handelsfrachter und die TS-Abteilung. Mit Aufstellungen, Torschützen und Betreuern sowie zwei Mannschaftsfotos.

  • Siegfried Prinz, Hans Steike, Fritz SchmökelEpisoden und GedankenBroschüre Teil 51950er–1980er JahreProjekt 50Projekt 1159

    Einführung in die Melde- und Untersuchungsordnung (MUO) der NVA und vier Berichte über besondere Vorkommnisse auf KSS: ein tödlicher Verbrühungsunfall am Heißwasserboiler (Siegfried Prinz), verschwundene Lederpäckchen und Kampfanzüge bei der Außerdienststellung der „Karl Liebknecht“ 1968 (Hans Steike), die Havarie der Gasturbinen-Kupplung MRK 22 auf der „Rostock“ 1979 (Fritz Schmökel) und Fahnenfluchten Ende der 1950er Jahre, deren Hintergründe erst 2004/2005 durch Zufall bekannt wurden (Hans Steike).

  • Hans SteikeEpisoden und GedankenBroschüre Teil 51958–1990Projekt 50Projekt 1159Projekt 133.1

    Hans Steike beschreibt die Ausbildung zur U-Boot-Abwehr auf Küstenschutzschiffen: die Arbeit der U-Jagd-Kommandos im U-Jagd-Kabinett „Ataka“, die Geschichte der drei Kabinette der Volksmarine, die Gliederung der Gefechtsausbildung in allgemeine, Spezial- und taktische Ausbildung mit den Einzelschiffs-Aufgaben B-1 bis B-3 und Verbandsaufgaben V-1 und V-2 sowie die vier UAW-Aufgaben. Als Beispiel wird der vollständige Inhalt der Aufgabe UAW-3 mit Bewertungsvorschriften (Feuerkoeffizient, taktischer Koeffizient, Fehlertabelle, Tabelle 7) aus der Originalvorschrift wiedergegeben.

  • Udo HoppeAmüsantesBroschüre Teil 51968Projekt 50

    Udo Hoppe, E-Meister auf der „Karl Liebknecht“, erzählt die ganze Geschichte hinter dem in Teil 4 erwähnten Katzenessen von 1968: Weil Oberbootsmann Jürgen Wendt ständig davon redete, einmal eine Katze essen zu wollen, fing Hoppe eine zutrauliche Katze am Fähranleger, ließ sie als „Kaninchen“ braten und servierte sie der Meisterei. Später erfuhr er sogar den Namen des Tieres, und Kommandant Fritz Naumann verhängte einen Verweis.

  • Hartwig NiemannAmüsantesBroschüre Teil 51957Projekt 50

    Hartwig Niemann, Kesselgast und späterer Fahrmaat der Erstbesatzung des KSS 1-61, erzählt, wie er 1957 verbotenerweise mit seiner „Altix V“ Aufnahmen im Kessel- und Turbinenraum machte, von der Abwehr zur Rede gestellt wurde und Film und Bilder abgeben musste. Er vermutet, dass die in Teil 4 veröffentlichten „verbotenen Bilder“ von Klaus Maaß aus dieser Serie stammen.

  • AmüsantesBroschüre Teil 51960er–1980er JahreProjekt 50Projekt 1159

    Vier kurze Anekdoten aus den Offiziersmessen: die vergoldete Pistole, die Janos Kadar 1966 Kommandant „Brummi“ Fröhlich schenkte und die in der Waffenkammer des Kommandos verschwand; ein Artillerieschießen mit verlegtem Treffpunkt, bei dem die Salven des Schwesterschiffs zwischen Brücke und Mast hindurchsausten; Fritz Naumanns Schießen auf den Schlepper statt auf die Scheibe; und wie das Vereinte Geschwader dank polnischer Aufklärung die Raketenschnellboote der Volksmarine „erledigte“.

  • Ulrich MädelAmüsantesBroschüre Teil 51970Projekt 50

    Ulrich Mädel erinnert sich an den „Militärisch-kulturellen Leistungsvergleich“ (Mikulei) der 6. Flottille 1970, bei dem die Rückwärtigen Dienste auf Befehl von Kapitän zur See Neumeister einen Shantychor bildeten und mit dem selbst getexteten KSS-Lied „Mit Volldampf voraus“ (nach der Melodie „Wir fuhren unter Volldampf mit der Viermasterbark“) den zweiten Platz errangen. Der vollständige Liedtext mit drei Strophen und einer 22 Jahre später ergänzten vierten Strophe ist abgedruckt; dazu Fotos einer Kulturveranstaltung von 1970.

  • Udo HoppeAmüsantesBroschüre Teil 51960er JahreProjekt 50

    Udo Hoppe verrät den Trick der Elektriker auf KSS Pr. 50 zur Nahrungsergänzung: Der Diensthabende E schaltete an der Hauptschalttafel das Kühlaggregat der Verpflegungslast ab, wurde vom Koch zur „Reparatur“ gerufen und füllte bei der langwierigen Fehlersuche in aller Ruhe seine Werkzeugtasche mit Wurst, Käse und Konserven. Im Inhaltsverzeichnis als „Sonderration“ geführt.

  • Hartwig NiemannEpisoden und GedankenBroschüre Teil 61956–1959Projekt 50

    Hartwig Niemann, Matrose und Kesselgast der ersten Stunde, schildert seine Dienstzeit 1956 bis 1959 auf dem KSS 1-61: die Kesselanlage mit technischen Daten, Wartung und Alarmdienst, Landgang in Saßnitz, den ersten Auslandsbesuch in Gdynia 1957 mit dem erstmaligen Setzen der Dienstflagge, die Fahrt nach Baltijsk, das „chinesische Jahr“ sowie die Menschen an Bord wie Kommandant Hollatz, Oberbootsmann Füldner und Obermaat Lück.

  • Ulrich KornEpisoden und GedankenBroschüre Teil 61958–1962Projekt 50

    Ulrich Korn denkt zum 50. Jahrestag der NVA über den Sinn des Dienstes in der Volksmarine nach und erzählt zwei Episoden: die Dreharbeiten der DEFA für „Das Lied der Matrosen“ mit Kurt Maetzig auf KSS 1-62 im Sommer 1958 samt dem geborgenen Stockanker, sowie den improvisierten Einsatz der „Friedrich Engels“ zur Manöverabschlussparade in Szczecin 1962, bei dem das Schiff mangels Geschirr kein Bankett ausrichten konnte.

  • Hans SteikeEpisoden und GedankenBroschüre Teil 61964–1985Projekt 50Projekt 1159

    Hans Steike blickt anhand seiner Fotoalben auf 18 Jahre Dienst bei den Küstenschutzschiffen zurück: Waffenleitoffizier auf der „Karl Marx“, GA-II-Kommandeur auf der „Friedrich Engels“, I. Wachoffizier, Studium an der Militärakademie, Stabschef und ab 1981 Chef der KSS-Abteilung bzw. der 4. KSS-Brigade. Er beschreibt die Außerdienststellung der Projekt-50-Schiffe, die Einführung der KSS Projekt 1159 mit Lehrgängen in Baku und Praktika in Poti, die Gemeinsamen Geschwader der Verbündeten Ostseeflotten, Manöver, Flottenbesuche und die Motive für seinen Dienst.

  • Lothar Winter, Die RedaktionEpisoden und GedankenBroschüre Teil 61970er JahreProjekt 50

    Fortsetzung der Rubrik „Besondere Vorkommnisse“ aus Teil 5. Lothar Winter berichtet, wie eine fehlerhafte Verpflegungsabrechnung der Neptunwerft während der Generalüberholung der „Karl Marx“ zu Disziplinarstrafen und Regress führte und wie er sich bis zum Chef der Volksmarine, Admiral Ehm, beschwerte. Dazu eine Richtigstellung zur angeblichen Fahnenflucht eines Obermeisters.

  • Ulrich MädelAmüsantesBroschüre Teil 61956/2006Projekt 50

    Ulrich Mädel, Fregattenkapitän (Ing.) a. D., gratuliert in einer humorvoll formulierten Grußadresse allen ehemaligen Maschinisten der KSS 1-61 und 1-62 zum 50. Jahrestag der Indienststellung am 15. Dezember 1956 in Saßnitz.

  • Dieter LiebenauAmüsantesBroschüre Teil 61960er JahreProjekt 50

    Während einer Navigationsbelehrungsfahrt der „Friedrich Engels“ in die Nordsee ankert das Schiff in der Jammerbucht vor Skagen. Der angelnde Verpflegungsmeister zieht zur Verblüffung der Besatzung Dorsch um Dorsch an Bord, worauf die ganze Freiwache mit improvisierten Angeln fischt – beim zweiten Stopp auf der Rückreise beißt allerdings kein einziger Fisch mehr.

  • Ulrich KornAmüsantesBroschüre Teil 61956–1957Projekt 50

    Drei Episoden um den stillen sowjetischen Berater Ognjew, der nach der Indienststellung der ersten beiden KSS an Bord half: sein geheimnisvolles Köfferchen mit Proviant, seine Reaktion auf die Notverpflegung während der ersten Fahrt nach Saßnitz und ein unfreiwilliges Erlebnis unter dem „Wackeltopp“ bei schwerer See.

  • Dieter LiebenauAmüsantesBroschüre Teil 61960er JahreProjekt 50

    In der Zeit vor dem Alkoholverbot an Bord vertrieb sich die Besatzung eines KSS die Freizeit mit Bordkino, Musik und dem berüchtigten Getränk „kalte Pflaume“. Die Meistermesse setzte schließlich aus Reis, Hefe und Drogerie-Zubehör einen Wein an – mit einem Ergebnis, das die Verkoster für den Rest ihres Lebens auf Reiswein verzichten ließ.

  • Karsten PetersAmüsantesBroschüre Teil 61970er JahreProjekt 50

    Märchenhaft erzählte Geschichte zweier junger Turbinenmaschinisten, die sich nach einem feuchten Landgang in Warnemünde beim Feldscher krankmelden, um dem Politunterricht zu entgehen – und wegen eines Ruhrverdachts drei Wochen in Quarantäne landen, ehe ihnen die gelbe Flagge über dem eigenen Schiff unverhofft Urlaub beschert.

  • Helmut Bechert, Manfred Kretzschmar, Hans SteikeLeser melden sich zu WortBroschüre Teil 61962–1986Projekt 50Projekt 1159Projekt 133.1

    Der Berliner Diplomjournalist Helmut Bechert belegt mit Auszügen aus den Anordnungen AO 77/62, AO 14/63 und AO 44/86 des Chefs der Volksmarine die Systematik der Bordnummern der Küstenschutzschiffe (401/601/502/702, 101–104, 121–124) und die Einführung der KSS-Ränge 1986. Manfred Kretzschmar und Hans Steike antworten mit Definitionen der Begriffe „Bordnummer“ und „taktische Nummer“ sowie Auszügen aus der Bordnummerordnung von 1968 einschließlich der vorgeschriebenen Ziffernmaße für KSS.

  • Adolf TippachEpisoden und GedankenBroschüre Teil 71913–1990Projekt 50Projekt 1159Projekt 133.1

    Adolf Tippach zeichnet die Geschichte des Marinestützpunktes Hohe Düne in Warnemünde von 1913 bis 1990 nach: vom kaiserlichen Marinefliegerstützpunkt und Seeflug-Versuchskommando über Flugzeugbau, Fliegerschule und Fliegerhorst der Luftwaffe bis zur Nachkriegszeit und zum Aufbau der Flottenbasis West und der 4. Flottille der Volksmarine. Beschrieben werden die Bauphasen des Stützpunktes, die Veränderungen im Schiffsbestand, das Minenräumen 1963/64, die Stationierung der KSS ab 1965 sowie die Übergabe an die Bundesmarine im Oktober 1990. Mit Lageplänen und einer Übersicht der Chefs der 4. Flottille.

  • Ernst GebauerIn alten Zeitschriften geblättertBroschüre Teil 71960er JahreProjekt 50

    Reportage des Militärjournalisten Ernst Gebauer über die Werftliegezeit des KSS „Friedrich Engels“ in der Neptunwerft Rostock. Der Leitende Ingenieur Oberleutnant Süße schildert den Instandsetzungsplan mit 160 Positionen, die Mitarbeit der Matrosen in den Gewerken der Werft, Eigenleistungen der Besatzung beim Rostklopfen, Anstrich und Möbelbau sowie die Reparatur eines Kessels mit einem speziellen Schweißverfahren. Die Publikation, in der der Artikel erschien, ließ sich nicht mehr ermitteln.

  • Dieter FlohrIn alten Zeitschriften geblättertBroschüre Teil 71967Projekt 50

    Zeitschriftenreportage von Dieter Flohr über eine Übung der Volksmarine im August 1967 an Bord des KSS „Friedrich Engels“, das gerade seine 50000. Seemeile seit Indienststellung zurückgelegt hat. Im Mittelpunkt stehen das Küstenzielschießen der Geschützbedienung von Maat Hanel sowie ein Übungsangriff von Torpedoschnellbooten und Jagdflugzeugen auf den Verband. Wann und wo der Artikel erschien, ist nicht mehr bekannt.

  • In alten Zeitschriften geblättertBroschüre Teil 71960er JahreProjekt 50

    Zeitschriftenporträt des Stabsmatrosen Wittig, Kesselfahrmaat auf dem KSS „Friedrich Engels“. Beschrieben werden die harte Arbeit am Kesselfahrstand bei 40 bis 50 Grad, seine Ausbildung zum staatlich geprüften Kesselwärter, seine Leistungen im Wettbewerb und der scherzhafte Beiname „Admiral Wuchtig“. Der Verfasser ist nicht genannt; der Artikel wurde von Wolfgang Peschenz eingesandt.

  • Ulrich KornEpisoden und GedankenBroschüre Teil 71961–1962Projekt 50

    Ulrich Korn, damals Gehilfe des Kommandanten und später Kommandant der „Friedrich Engels“, erinnert sich an prominente „Badegäste“ an Bord: Lotte Ulbricht bei der Ostseewoche 1961, die Boxstaffel des ASK Berlin, den Marinemaler Hans Raede mit einer Reportergruppe der Zeitschrift „Jugend und Technik“ sowie eine Journalistengruppe von rund 50 Personen im Februar 1962. Beim Einlaufen in Saßnitz bei starkem Wind kollidierte das Schiff dabei mit dem Otterkran eines MLR. Enthalten ist der Nachdruck des NBI-Artikels „Nördlich von Arkona“.

  • Karl-Heinz KremkauEpisoden und GedankenBroschüre Teil 71967Projekt 50

    Karl-Heinz Kremkau, damals Stabschef der KSS-Abteilung und Leiter des U-Jagd-Abschnitts, schildert die Orkanfahrt vom 17. zum 18. Oktober 1967 aus Sicht der Führung auf dem Führerschiff 124. Nach Abbruch der Übung südlich Bornholm gerät der Verband mit drei KSS in den stärksten Sturm der Ostsee seit 1801; auf Schiff 122 fällt der Verdampfer aus. Er zitiert Lothar Winters Erlebnisbericht aus Heft 1, beschreibt das Ankern in der Prorer Wieck, die Rückkehr nach Warnemünde und die fehlende Würdigung der seemännischen Leistung. Bitter äußert er sich über politische Bevormundung und die Bespitzelung durch das MfS.

  • Hans SteikeEpisoden und GedankenBroschüre Teil 72004–2007Projekt 50Projekt 1159Projekt 133.1

    Hans Steike erzählt mit einem Augenzwinkern die Entstehungsgeschichte des KSS-Liedes: von der Idee im Januar 2004 vor der Warnemünder Fähre über das Dichten des Textes, die Melodie des Volksmusikers Fred Donner, dessen Tod, die Überarbeitung des Refrains durch Christian Körber, die Uraufführung durch die „Ostwarnower Sängerknaben“ am 22. Januar 2005 bis zur Aufnahme mit dem Rostocker Shanty-Chor „Luv un Lee“ im Januar 2007, die dem Teil 6 der Broschürenreihe als CD beigelegt wurde.

  • Helmut BechertLeser melden sich zu WortBroschüre Teil 71958–1960Projekt 50

    Der Berliner Diplomjournalist Helmut Bechert ergänzt den Beitrag aus Heft 5 über Unterstellung, Truppenteil-Status und Bordnummern der KSS Projekt 50 mit Belegen aus Befehlen und Organisationsanordnungen der Seestreitkräfte von 1958: die Umnummerierung der Schiffe auf dreistellige Bordnummern, die Auflösung der 3. Flottille, den Stützpunkt Saßnitz und die für 1959 geplante 6. KSS-Abteilung. Die Redaktion klärt durch Befragung der Kommandanten Kretzschmar und Dembiany, dass es vor der Brigadebildung 1960 keine KSS-Abteilung gab.

  • Dieter LiebenauAmüsantesBroschüre Teil 71962Projekt 50

    Dieter Liebenau erinnert an die Zeit der Erhöhten Gefechtsbereitschaft während der Kubakrise im Herbst 1962 an Bord der „Friedrich Engels“ in Saßnitz. Als erstes Zeichen der Entspannung wird ein Fußballspiel gegen die „Karl Liebknecht“ genehmigt; die Offiziere und Meister landen danach mit „Kuba si, Yankee no“-Rufen beim Bier im Konsum von Dwasieden, was ein Donnerwetter des Kommandanten und eine Befragung in der Offiziersmesse nach sich zieht.

  • Wolfgang FißAmüsantesBroschüre Teil 71959Projekt 50

    Wolfgang Fiß, Turbinenfahrer auf dem KSS 401, wird im Sommer 1959 mit Verdacht auf Magengeschwür ins Krankenhaus Stralsund überwiesen. Sein kerngesunder Bordkumpel „Keule“ lässt sich kurzerhand mit einweisen, leidet unter der Wasserschleimdiät, verspeist nachts den von der Verlobten mitgebrachten „Kalten Hund“ und fliegt nach einem verräterischen Einlauf aus dem Krankenhaus.

  • Ulrich KornAmüsantesBroschüre Teil 71960–1961Projekt 50

    Ulrich Korn erinnert sich an den Brigadechef Korvettenkapitän Gerhard Thomas, den „Brigaderiesen“, dessen sprichwörtliche Redewendung „Fall´nse sich was ein!“ stets fiel, wenn keine neue Flasche mehr kam. Geschildert werden die Kommandantenprüfung, Trinkgelage in der Messe mit einarmigen Liegestützen als Nüchternheitsbeweis und der letzte große Auftritt 1961 in Gdynia vor Vizeadmiral Neukirchen und Konteradmiral Nordin, der mit einem Sturz den Niedergang hinab und einem Armbruch endete.

  • Karl-Heinz KremkauAmüsantesBroschüre Teil 71960er JahreProjekt 50

    Karl-Heinz Kremkau, neuer Kommandant des KSS 123, stellt seinen frisch blau-weiß lackierten Wartburg beim Munitionsabrüsten in Saßnitz direkt am Liegeplatz ab und ignoriert die Warnung des Diensthabenden Günter Senf. Während des Haarschnitts beim Deutschen Jugendmeister des Friseurhandwerks wird das Auto von einem LKW G 5 zerdrückt; die Versicherungsfrage „KSS gegen Stützpunkt“ entscheidet der Abteilungschef Kretzschmar zu seinen Gunsten.

  • Verfasser unbekanntLieder und GedichteBroschüre Teil 7Projekt 50

    Zwei von Karl-Heinz Fengler eingesandte Bordgedichte unbekannter Verfasser: „Reinschiff“ beschreibt in vier Strophen das morgendliche Reinschiff unter dem Kommando des Bootsmanns, „Gibt es Landgang – oder nicht?“ die Hoffnung der Besatzung auf Landgang beim Einlaufen in Warnemünde, die durch die Bereitschaft zunichte wird.

  • Ulrich KornEpisoden und GedankenBroschüre Teil 81961Projekt 50

    Ulrich Korn, damals Gehilfe des Kommandanten auf dem KSS „Friedrich Engels“, schildert den ersten offiziellen Flottenbesuch der Volksmarine in Polen im Juli 1961 mit Salutschießen, Zeremoniell, Kranzniederlegungen, Exkursionen und Begegnungen mit polnischen Marineangehörigen. Eingerahmt wird der Bericht von einer scharfen Kritik am Buch „Im Alarmzustand“ von Ewald Tempel.

  • Wolfgang Schünke, SeesportIn alten Zeitschriften geblättertBroschüre Teil 81961Projekt 50

    Nachdruck einer Reportage von Wolfgang Schünke aus der GST-Zeitschrift „Seesport“ über ein Artillerieschießen des KSS „Friedrich Engels“ und den GA-II-Kommandeur Kapitänleutnant Horst Metschke. Geschildert werden der Ablauf im Feuerleitstand, der Werdegang des jungen Offiziers und seine Arbeit mit den Angehörigen seines Gefechtsabschnittes. Mit einer erläuternden Vorbemerkung der Redaktion.

  • Hendrik BornEpisoden und GedankenBroschüre Teil 81989–1990Projekt 50Projekt 1159Projekt 133.1

    Der letzte Chef der Volksmarine, Vizeadmiral Hendrik Born, gibt Auszüge aus einem Zeitzeugen-Interview des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes Potsdam (2005) wieder. Themen sind sein Selbstverständnis als Berufssoldat, die Gefechtsbereitschaft der VM, die Reformbewegung und Parteiaustritte 1989/90, die Reformpläne unter Admiral Hoffmann und Minister Eppelmann, die Treffen mit dem Inspekteur der Bundesmarine Vizeadmiral Mann auf der „Lütjens“ und die Stilllegung der Flotte zum 3. Oktober 1990.

  • Dieter SperlingAmüsantesBroschüre Teil 81969Projekt 50

    Dieter Sperling, 1969 Stabschef der KSS-Abteilung, erzählt, wie das Aufklärungsschiff „Oste“ der Bundesmarine bei einer Inspektion ein Seezielschießen der KSS störte und durch gezieltes Einnebeln mit Kesselqualm sowie ein Luftzielschießen vertrieben wurde. Jahre später traf er den damaligen Kommandanten der „Oste“ als Angelkutter-Eigner wieder.

  • Karl-Heinz FenglerAmüsantesBroschüre Teil 81968–1971Projekt 50

    In Reimform erzählt Karl-Heinz Fengler von seiner Dienstzeit 1968 bis 1971 als Stabsmatrose im GA-III auf dem KSS „Ernst Thälmann“: Grundausbildung auf dem Dänholm, Werftzeit, Spezialausbildung, U-Jagd im Adlergrund, Auslandsfahrt nach Baltijsk, Landgangsverbot in Saßnitz und das Bordfest mit Neptun im Teepott.

  • Hans BenthinAmüsantesBroschüre Teil 81986Projekt 50Projekt 1159

    Zwei kurze Borderlebnisse von Hans Benthin: Bei der Geschwaderfahrt der Verbündeten Ostseeflotten 1986 auf dem sowjetischen Führerschiff hatte sich eine Maus an der Mettwurst des Kammernachbarn gütlich getan, und in einer Hundewache entpuppten sich rätselhafte Geräusche im Verkehrsgang als das Schnarchen des Politstellvertreters Klaus Ockert.

  • Hans SteikeEpisoden und GedankenBroschüre Teil 91945–1990Projekt 50Projekt 133.1

    Zweiter Teil der Geschichte von Saßnitz als Marinestützpunkt: von der Seepolizei und Volkspolizei-See über die Seestreitkräfte bis zur Volksmarine. Beschrieben werden Stationierungen, Strukturen, Katastrophen wie die Strandung des MLR 6-33 und der Brand auf KSS 1-61, die Baubelehrung und Indienststellung der ersten KSS Projekt 50 sowie die Präsenz von Grenzbooten, Werft und sowjetischen Einheiten bis 1990.

  • Wolfgang FißEpisoden und GedankenBroschüre Teil 91956–1959Projekt 50

    Wolfgang Fiß erinnert sich an seine Grundausbildung 1956 in Saßnitz-Dwasieden, an die Schikanen und Höhepunkte der Ausbildungszeit und daran, wie er mit drei Kameraden als Pumpengast zur Baubelehrung für das KSS 1-61 abkommandiert wurde, auf dem er bis 1959 Dienst tat.

  • Dieter LiebenauEpisoden und GedankenBroschüre Teil 91945–1972Projekt 50

    Dieter Liebenau schildert seinen Lebensweg von der Kindheit in Berlin-Neukölln über Flucht, Nachkriegszeit und den Umzug nach Ostberlin bis zur Nachrichtenoffizierslaufbahn bei der VP-See. Als Nachrichtenoffizier im Stützpunkt Saßnitz, dann als Kommandeur GA IV auf KSS 601 und 701 und später als FTO der KSS-Abteilung erlebte er die prägenden Jahre seiner Dienstzeit.

  • Ulrich MädelAmüsantesBroschüre Teil 91956–1957Projekt 50

    Ulrich Mädel, LI auf KSS 1-61, erinnert sich mit Augenzwinkern an russisches Parfüm „Schipre“, die Dusch-Dienstorganisation mit Pumpengast, die Toilettenspülung mit Popospül-Effekt, die Dehnungsfuge des Projekts 50 sowie an Sputnik-Erbsen und einen Schnitzelklau im Herbst 1957.

  • Dieter SperlingAmüsantesBroschüre Teil 91962Projekt 50

    Während der Modernisierung der „Ernst Thälmann“ und „Karl Marx“ in Kronstadt 1962 liefen zwei Zerstörer der Nordmeerflotte ein, die einen echten Braunbären als Maskottchen an Bord hatten. Dieter Sperling erzählt von den beiden illegalen Landgängen des Bären – am Wachturm der geschlossenen Stadt und im Bäckerladen.

  • Karl-Heinz Kremkau, Lothar WinterAmüsantesBroschüre Teil 91967Projekt 50

    Zwei Beiträge zum selben Vorfall während der Flottenübung „Taifun“ im August 1967: Ein dänischer Zigaretten- und Schnapsschmuggler wurde von der „Friedrich Engels“ und danach von der „Karl Marx“ gestoppt – und musste auf Anweisung der 6. Grenzbrigade Küste wieder laufen gelassen werden. Karl-Heinz Kremkau erzählt als Stabschef der KSS-Abteilung, Lothar Winter als Kommandant der „Karl Marx“.

  • Helmut BechertLeser melden sich zu WortBroschüre Teil 91959–1971Projekt 50Projekt 1159

    Helmut Bechert ergänzt den Beitrag aus Heft 5 anhand zeitgenössischer Anordnungen des Chefs der SSK bzw. CVM: die Gruppeneinteilung der KSS-Brigade 1959 in Kampfkern und Kampfreserve, die Unterstellung unter die 1. Flottille 1961, die Status-Veränderung 1962 mit sowjetischen Schiffbau-Nummern sowie die Umbenennung in 4. KSS-Abteilung 1971.

  • Hans SteikeEpisoden und GedankenBroschüre Teil 101945–1990Projekt 50Projekt 1159Projekt 133.1

    Übersicht über die Wachschiffe (SKR) der sowjetischen Seekriegsflotte von 1945 bis 1990 nach der Beilage „Morskaja kollekzija“: Projekte 29, 42, 50, 159, 35, 1159, 1135, 11351 und 11540 mit Entwicklungsgeschichte, Bauzahlen, Exporten und taktisch-technischen Daten. Die Projekte 50 und 1159 fuhren als KSS in der Volksmarine der DDR.

  • Hartwig NiemannEpisoden und GedankenBroschüre Teil 101957Projekt 50

    Hartwig Niemann, 1957 Kesselgast im GA-V des KSS 1-61, erinnert sich an die Fahrt nach Baltijsk zu einer Kommandostabsübung der Verbündeten Flotten, an seine Vorgesetzten und den Besuch auf dem sowjetischen Kreuzer „Ordzhonikidze“. Er schildert die Geschichte des Kreuzers – die Crabb-Affäre in Portsmouth 1956 und das Ende als indonesische „Irian“ – und das Wiedersehen mit den Kameraden der „GA-V-Fraktion“ im Traditionsverein Sassnitz.

  • M. Berghold, Armeerundschau 10/62In alten Zeitschriften geblättertBroschüre Teil 101962Projekt 50

    Reportage aus der Armeerundschau 10/62 über ein Torpedoschießen des KSS „Karl Liebknecht“ unter Kapitänleutnant F. Dorn vor Rügen: Klarmachen des Rohrsatzes, Torpedoschuss, Treffer am Zielschiff und das mühsame Wiederaufnehmen des Torpedos durch den GA-III um Stabsobermeister Weitling.

  • Dieter LiebenauEpisoden und GedankenBroschüre Teil 10Ende der 1950er/Anfang der 1960er JahreProjekt 50

    Dieter Liebenau beschreibt den 24-Stunden-Dienst des Diensthabenden des Schiffes (DHS) auf den KSS Projekt 50 Ende der 50er/Anfang der 60er Jahre: Zusammensetzung der Schiffswache, Armbinde und Pistolentasche, Tagesablauf von der Dienstübernahme um 16.00 Uhr über Flaggenparade, Landgangsmusterungen, Nachtwache, Frühsport und Morgenmusterung bis zur Übergabe am nächsten Tag.

  • Ulrich KornEpisoden und GedankenBroschüre Teil 101958Projekt 50

    Ulrich Korn erinnert sich an den Beginn seiner KSS-Zeit 1958 als Kommandeur des GA-I auf KSS 1-62: die Positionslaternen-Episode mit dem sowjetischen Berater, das rätselhafte Verschwinden des GA-IV-Kommandeurs „Seppel“ Leder in einem Spionagefall, das ungeplante Bankett beim sowjetischen Standortältesten in Rostock am Tag der Sowjetarmee und die Feier zum Tag der NVA mit „Kuddel“ Hollatz im „Haus der Armee“.

  • Dieter GaasenbeekEpisoden und GedankenBroschüre Teil 101960–1963Projekt 50

    Auszüge aus den Erinnerungen von Dieter Gaasenbeek, der 1960 bis 1963 als E-Mess-Gast im GA-II des KSS „Friedrich Engels“ diente: Einstellung in die Seestreitkräfte, Grundausbildung in Parow mit dem „Gerd'schen Marathon“, Fachausbildung in Kühlungsborn, Ankunft bei der Flottille in Sassnitz, die Schlafplatznot mit Hängematte und Klappkoje sowie das Backen und Banken an Bord mit Backschafter, Kartoffelnetz und „Barkasse“.

  • Wolfgang FißAmüsantesBroschüre Teil 101956–1959Projekt 50

    Wolfgang Fiß, 1956 als 18-jähriger Pumpengast im GA-V des KSS 1-61 eingesetzt, beschreibt seinen „sozialen Aufstieg“ anhand der Schlafplätze in Deck 6: vom Hängemattenplatz im Mittelgang über die Backskiste mit Korkmatratze bis zur festen Koje mit Seegrasmatratze als Turbinengast.

  • AmüsantesBroschüre Teil 101950er–1960er JahreProjekt 50

    Sammlung kleiner Anekdoten aus den Offiziersmessen der KSS: die versehentlich gebunkerte Diesellieferung der MLR in Sassnitz, das Auflaufen der „Ernst Thälmann“ auf die Mole während Fernsehaufnahmen, Kurt Urmoneits „Relings-Wache“, die Polsterei, die vom Ulbricht-Besuch vorab wusste, das gestohlene Schaf der LPG Samtens und der LI beim Manöver „Mann über Bord“.

  • Horst WilhelmAmüsantesBroschüre Teil 101960er Jahre – 1990Projekt 50Projekt 1159

    Horst Wilhelm erzählt, wie aus einer bemalten 85-mm-Übungsgranate als Abschiedsgeschenk für den Oberstückmeister seine Sammelleidenschaft entstand und wie 1990 die Exponate des Traditionszimmers der KSS-Brigade – darunter die Modelle beider KSS-Projekte und die Schiffsglocke – in einer Nacht- und Nebelaktion nach Thüringen gerettet wurden. Mit Anmerkung der Redaktion zum „weltgrößten Spezialmuseum“ für KSS.

  • Ulrich KornAmüsantesBroschüre Teil 101950er–1960er JahreProjekt 50

    Ulrich Korn ergänzt Uli Mädels Bericht aus Heft 9 über die WC-Spülung im Offiziersdeck der KSS Projekt 50 um zwei Streiche: das auf „volle Pulle“ gedrehte Handrad für ahnungslose „Badegäste“ und die verkantete Blechblende im Notausstiegs-Bullauge des WC, die dem Sitzenden auf den Schoß fiel und der Pier freien Einblick gewährte.

  • Dieter GaasenbeekAmüsantesBroschüre Teil 101960Projekt 50

    Dieter Gaasenbeek erinnert sich an seine erste Seefahrt am 1. Advent 1960 als BÜ-Gast auf dem Hauptbefehlsstand des KSS 702 und an das Anlegemanöver in Saßnitz, bei dem er die Kommandos „Vorleine über Poller“ und „Achterspring über“ mangels seemännischer Sprachkenntnisse als „Vorleine – Feuer!“ und „An Bootsmann – spring über!“ weitergab.

  • Dieter GaasenbeekAmüsantesBroschüre Teil 101960–1963Projekt 50

    Dieter Gaasenbeek beschreibt die Regeln des Landgangs in Saßnitz Anfang der 60er Jahre: die Landgangsmusterung in Ausgangsuniform „K1“ mit Knotentuch und Mützenbändern, das Tanzlokal „Stubbnitz“ mit den Mädchen aus dem Fischkombinat und die auf Rügen bekannte „Eva von Lanken“.

  • Helmut BechertLeser melden sich zu WortBroschüre Teil 101971Projekt 50

    Helmut Bechert erläutert die Hintergründe der Umbenennung des KSS-Truppenteils in 4. KSSA und der letzten Bordnummer-Änderung auf 141 und 142 am 1. Dezember 1971: den Ministerbefehl 150/71 zur Bezeichnung und taktischen Nummerierung in der NVA, die gleichzeitigen Umbenennungen anderer Verbände der Volksmarine und die Regelungen zu Truppenfahnen und Fahnenschleifen.

  • Dieter LiebenauEpisoden und GedankenBroschüre Teil 111950–1991Projekt 50

    Dieter Liebenau fasst nach der russischen Internetseite atrina.ru die Entwicklungsgeschichte des sowjetischen Wachschiffes Projekt 50 (NATO: Fregatte Typ Riga) zusammen: Vorgängerprojekt 42, Projektierung ab 1950 im Büro ZKB-820, Antrieb, Bewaffnung, Funkmess- und Hydroakustik-Ausrüstung, Erprobung des Typschiffs „Hermelin“, Bau von 68 Einheiten, spätere Modernisierungen sowie Export an Indonesien, die DDR, Bulgarien und Finnland. Ergänzt um persönliche Erinnerungen an Besatzungsstärke und das Ende der vier KSS der Volksmarine.

  • Dieter GaasenbeekEpisoden und GedankenBroschüre Teil 111960–1963Projekt 50

    Zweiter Teil der Erinnerungen von Dieter Gaasenbeek, der 1960 bis 1963 auf dem KSS „Friedrich Engels“ diente. Er berichtet von seiner Nebenfunktion als Offiziersbackschafter (Pantry) und der Gemeinschaftskasse der Offiziere, vom Besuch Walter Ulbrichts und seiner Frau Lotte an Bord, von drei Tagen Arrest in Prora wegen eines verbotenen Fotoapparats, von seiner Tätigkeit als Filmvorführer und vom gewöhnlichen Tagesablauf an Bord eines KSS Projekt 50.

  • Armeerundschau 3/65, DresselIn alten Zeitschriften geblättertBroschüre Teil 111965Projekt 50

    Nachdruck einer Reportage aus der Armeerundschau 3/65 (Reporter: ein Herr Dressel). Während einer Übung der Volksmarine kommt abends ein Tanker längsseits des KSS „Friedrich Engels“ – ein „schwimmendes Kaufhaus“, das neben Kraftstoff und Trinkwasser auch Lebensmittel, Post, Zeitungen, Zigaretten und Getränke bringt, die der Pantry der Offiziersmesse für die Besatzung einkauft. Mit redaktioneller Einleitung zu den Zeitschriftenartikeln dieses Heftes.

  • Lothar WinterEpisoden und GedankenBroschüre Teil 111960er–1970er JahreProjekt 50

    Lothar Winter, ehemaliger Kommandant des KSS „Karl Marx“, erzählt drei Episoden: die Kollision mit einem unbekannten Unterwasserhindernis (einem alten Betonanker) im Stützpunkt Warnemünde Anfang der siebziger Jahre, eine Such- und Rettungsaktion für einen über Bord gegangenen Koch eines polnischen Frachters nordwestlich von Hiddensee – mit kritischen Anmerkungen zu fehlenden UKW-Kanal 16, MERSAR und internationalen Notverkehrsregeln in der Volksmarine – sowie den Besuch von Richard Sorges Funker Max Christiansen-Clausen an Bord und spätere Begegnungen mit der Geschichte der Gruppe Sorge in Kobe und Bad Oldesloe.

  • Die Redaktion, Klaus BuchAmüsantesBroschüre Teil 111960Projekt 50

    Die Redaktion greift eine Episode aus Heft 3 („Messe-Rees“) wieder auf: Beim Flottenbesuch in Gdynia im Juni 1960 sprang der Gehilfe des Kommandanten beim Festmachen an einer Boje auf die Tonne und wurde samt Schlips und weißem Hemd ins Wasser geschleudert. Klaus Buch, damals Funkmessgast auf der „Karl Liebknecht“, lieferte dazu vier Beweisfotos.

  • Dieter LiebenauAmüsantesBroschüre Teil 111959–2011Projekt 50

    Dieter Liebenau erzählt die Geschichte eines Stücks Pappe aus dem Funkraum der „Friedrich Engels“: Am 7. Oktober 1959, dem Tag der Übernahme des Schiffes, trugen sich die ersten Funker der Seestreitkräfte darauf ein; alle nachfolgenden Funkergenerationen bis zur Außerdienststellung 1969 setzten die Tradition fort. Die beim Abwracken gerettete Pappe gelangte zurück an den ersten Funkmeister Heinz Koch und soll dem Marinemuseum Dänholm übergeben werden.

  • Dieter GaasenbeekAmüsantesBroschüre Teil 111960–1963Projekt 50

    Dieter Gaasenbeek beschreibt das seltene Vergnügen des Badens von Bord eines KSS Projekt 50 in der Ostsee: Anzugsordnung, die als Sprungbrett ausgebrachte Stelling, Mutproben von der Ankerkette und der Signalnock – und ein sehr persönliches Erlebnis mit den physikalischen Gesetzen des Sogs, das erst ein Tauchgang beendete.

  • Ulrich MädelAmüsantesBroschüre Teil 111956–1960Projekt 50

    Ulrich Mädel, 1956 als Leitender Ingenieur zu den ersten KSS versetzt, erinnert sich an seine Zeit auf dem Dampfschulschiff „Ernst Thälmann“ und die Übernahme der ersten beiden KSS im Dezember 1956. Namensgebend ist die Geschichte des Obermaaten Uli Stock, der von einem Landgang pünktlich um 06.00 Uhr auf dem Rücken eines Pferdes der LPG Gramtitz an Bord zurückkehrte. Mit abschließenden Bemerkungen zu seinen vier Jahren auf KSS und zum Schulschiff „Ernst Thälmann“.

  • Dieter GaasenbeekAmüsantesBroschüre Teil 111960–1963Projekt 50

    Dieter Gaasenbeek berichtet von seiner Nebenfunktion als Gefechtssanitäter auf dem KSS 702 („Friedrich Engels“): der Erstversorgung eines Geschützführers mit zertrümmertem Finger während eines Schießens, dem Verhältnis zum Arzt in Dwasieden, einer Behandlung gegen „Sackratten“ mit unerwarteten Folgen, Abstrichen bei Geschlechtskrankheiten und der Präsentation eines stinkbesoffenen Matrosen vor der Besatzung.

  • Dieter GaasenbeekAmüsantesBroschüre Teil 111960–1963Projekt 50

    Dieter Gaasenbeek beschreibt detailliert die Wasch- und Toilettenanlagen auf einem KSS Projekt 50: das Gedränge am Waschraum, das Waschen mit Seewasser, das Pinkelbecken und vor allem den „4-Zylinder“ – das Stehklosett „Typ Genua“, im Bordjargon „asiatisches Hockklosett“ genannt – samt einer peinlichen Situation nach einem Kneipengang.

Aus der Ereignistafel

Gesamte Chronik

1956

Befehl 205/56 des Chefs der SSK. Demnach ist ab Ausbildungsjahr 1956/57 in den SSK eine neue Struktur einzuführen. Unter Buchstabe F wird eine 6. Flottille genannt, der u. a. 2 KSS (1-61 bis 1-62) zu unterstellen sind.

Überfahrt nach Saßnitz, gleichzeitig Fahrterprobung mit kurzer AK-Fahrt Indienststellung der ersten beiden KSS Projekt 50 in Saßnitz: Bau-Nr. 50/1 mit Bord-Nr. 1-61 (später „Ernst Thälmann“) und Bau-Nr. 50/2 als 1-62 (später „Karl Marx“). Die Schiffe sind den Stoßkräften der Seestreitkräfte zugeordnet und dem Stab der damaligen 6. Flottille in Saßnitz unterstellt. Andere Quellen nennen die Indienststellung in Warnemünde (Pinnegraben) und sofort danach die Verlegung nach Saßnitz.

1957

Erstes Hauptkaliberschießen und Schuss des ersten Torpedos der SSK der DDR durch KSS „Karl Marx“

Kommandostabsübung der Verbündeten Ostseeflotten, Teilnahme des KSS „Ernst Thälmann“ als darstellende Kraft. Nach Abschluss der Übung läuft das Schiff zur Auswertung in Baltijsk ein und verbleibt dort zwei Tage.

1958

Mit Beginn des Ausbildungsjahres 1958/59 erhalten die KSS neue Bordnummern: 1-61 ändert sich in 401 und 1-62 in 501

Auf dem Schiff „Ernst Thälmann“ tritt bei Masutübernahme Heizöl im Turbinenraum aus einem Peilstutzen, spritzt auf heiße Aggregateteile, entzündet sich und weitet sich zu einem Großbrand in Abteilung V aus. Die Reparatur in der Neptunwerft Rostock zieht sich bis Ende 1958 hin.

KSS „Karl Marx“ nimmt an einer einlaufenden Flottenparade in Rostock-Warnemünde teil.

KSS „Karl Marx“ ist Flaggschiff eines Verbandes der Volksmarine, der unter Leitung von Vizeadmiral Verner an der Woche des Meeres in Gdynia teilnimmt.

KSS „Karl Marx“ nimmt an einer gemeinsamen taktischen Übung der sozialistischen Ostseeflotten teil.

1959

Eine Delegation des ZK der SED und des Ministerrates der DDR stattet den SSK der DDR einen Besuch ab. Teilnehmer sind u. a. Walter Ulbricht, Erich Honecker, Paul Verner, Karl Mewis, Herbert Warnke. Von KSS „Ernst Thälmann“ aus beobachten die Gäste Handlungen der SSK der DDR in See.

Teilnahme des KSS „Ernst Thälmann“ an der „Woche des Meeres“ in Szczecin. Der Besuch steht unter Leitung von Konteradmiral Scheffler.

Indienststellung weiterer Küstenschutzschiffe Projekt 50 durch den Minister für Nationale Verteidigung der DDR, Armeegeneral Willi Stoph: Bau-Nr. 50/3 mit Bord-Nr. 601 (später „Karl Liebknecht“) und Bau-Nr. 50/4 mit Bordnummer 701 (später „Friedrich Engels“).

1960

Auf Befehl des Ministers für Nationale Verteidigung, Armeegeneral Willi Stoph Stoph, wurde die KSS-Brigade (KSSBr) aufgestellt. Der Chef der KSSBr untersteht zeitweise direkt dem Chef der SSK. Mit Brigadebildung ändern sich erneut die Bordnummern: 50/1 behält Bordnummer 401, 50/2 erhält 601, 50/3 die Nummer 502 und 50/4 die Nummer 702.

Die KSS „Karl Liebknecht" und „Friedrich Engels" nehmen anläßlich der „Woche des Meeres“ an einer Flottenparade in der VR Polen teil. Der Besuch wird von Konteradmiral Ehm geleitet.

KSS „Karl Liebknecht“ ist zur Aufklärung des Manövers „Wallenstein II“ eingesetzt. Dazu hatte das Schiff in Erwartung der in die Ostsee einlaufenden Manöverteilnehmer vorher mehrere Tage vor Kühlungsborn in Bereitschaft gelegen.

KSS „Karl Liebknecht“ schießt vor Warnemünde Salut beim Empfang eines polnischen Flottenbesuchs-Verbandes

Teilnahme von 3 KSS (Schiff „Karl Marx“ in der Werft) an einer Flottenparade im Greifswalder Bodden anlässlich der Namensverleihung „Volksmarine" an die Seestreitkräfte der DDR durch den Minister für Nationale Verteidigung, Generaloberst Heinz Hoffmann. Das Flaggschiff des Verbandes ist das KSS „Ernst Thälmann“. KSS „Friedrich Engels“ schießt Ehrensalut.

1961

Verleihung der Ehrennamen an die vier KSS in Saßnitz bei Anwesenheit von Rosa Thälmann, der Witwe Ernst Thälmanns: 50/1: Bord - Nr. 401: „Ernst Thälmann“; 50/2: Bord - Nr. 601: „Karl Marx“ 50/3: Bord - Nr. 502: „Karl Liebknecht“; 50/4: Bord - Nr. 702: „Friedrich Engels“. Da sich das KSS „Karl Liebknecht“ seit Anfang Januar in der Werft befindet, nimmt dessen Kommandant, Kapitänleutnant Wittrien, das Namensschild in Saßnitz in Empfang.

Bei der Überfahrt von Saßnitz zur Neptunwerft in Rostock kollidiert das KSS „Karl Marx“ im dichten Nebel mit dem norwegischen Tanker „Viebran“. Der Wachoffizier des Schiffes hatte kurzzeitig die Brücke verlassen, um persönlich den Kommandanten über die Wetterverschlechterung zu informieren. In diesem Moment tauchten die Lichter des norwegischen Tankers auf. Rätselhaft blieb, warum der Kollisionsgegner nicht auf dem Bildschirm der Station „Don“ ausgemacht wurde.

KSS nehmen an einer Flottenübung der VM und mit zwei Schiffen an einer gemeinsamen Reedeübung der verbündeten Ostseeflotten teil. Während der Manöver läuft KSS „Ernst Thälmann“ mit hochrangigen Militärs in Baltijsk ein. Hier rettet der Artilleriegast Stabsmatrose Fritz Butter einen Jungen vor dem Ertrinken. Er wird vom Minister für Nationale Verteidigung der DDR mit der „Verdienstmedaille der NVA“ in Bronze ausgezeichnet. Das KSS verbleibt bis zum Rücktransport der Militärdelegation in Baltijsk.

Truppenbesuch des Vorsitzenden des Staatsrates der DDR Walter Ulbricht. Von Bord des KSS „Friedrich Engels“ aus verfolgen er und seine Begleitung Vorführungen von Einheiten der Volksmarine in See und überzeugen sich vom Niveau der Kampf- und Gefechtsbereitschaft der Einheiten.

Die „Friedrich Engels“ als Flaggschiff und drei MLR sind Teilnehmer eines offiziellen Flottenbesuches in Gdynia, der unter Leitung von Kapitän zur See Streubel steht.

Während der Veränderung des Grenzregimes der DDR zur Bundesrepublik Deutschland und zu Westberlin („Mauerbau“) sind die KSS als Reserve des CVM vorgesehen. Vermutlich zur Aufklärung handelt KSS „Friedrich Engels“ am 15. und 16.08. im Arkonabecken.

Der GA IV des KSS „Karl Marx“ wird als „Bester Gefechtsabschnitt“ der Volksmarine ausgezeichnet.

Überfahrt der KSS „Ernst Thälmann“ und „Karl Marx“ zur Modernisierung nach Kronstadt

1962

Werftliegezeit der „Ernst Thälmann“ und der „Karl Marx“ in Kronstadt. Die Schiffe erhalten den neuen Gittermast. Modernisiert wird die Ortungstechnik und die UAW-Bewaffnung.

Die „Karl Liebknecht“ und die „Friedrich Engels“ nehmen zusammen mit sowjetischen und polnischen Einheiten an einer gemeinsamen Reedeübung teil.

KSS „Karl Liebknecht“ als Flaggschiff und drei MLR Typ Krake sind Teilnehmer des ersten offiziellen Flottenbesuches der Volksmarine in der UdSSR (Leningrad). Der Verband wird von Konteradmiral Neukirchen geleitet.

Flottenübung der Volksmarine in der westl. Ostsee und gemeinsame Übung „Baltyk-Odra“ vor der Küste der VR Polen. An beiden Übungen sind KSS beteiligt. Zusätzlich erfüllt KSS „Friedrich Engels“ eine sicherstellende Aufgabe in Szczecin.

Die „Karl Liebknecht“ schießt auf Reede Warnemünde Salut beim Empfang eines Besuchsverbandes der BF.

Während der Kuba-Krise ist die SKSSA in Voller, später in Erhöhter Gefechtsbereitschaft. Zeitweilig liegen die KSS „Karl Liebknecht“ und „Friedrich Engels“ mit aufgestiegenem Abteilungsstab in 30-Minuten-Bereitschaft in der Tromper Wiek.

Zur Auswertung des Ausbildungsjahres 1962 wird die „Karl Liebknecht“ durch den Minister für Nationale Verteidigung als „Bestes Schiff“ der Volksmarine und mit der Verdienstmedaille der NVA in Silber ausgezeichnet.

Die Kampfschiffe der Volksmarine erhielten eine neue Nummerierung nach Typkräften. Ab diesem Zeitpunkt führten die KSS immer mit 100 beginnende Nummern: 50/1 - „Ernst Thälmann“ Bordnummer 101; 50/2 - „Karl Marx“ Bordnummer 102; 50/3 - „Karl Liebknecht“ Bordnummer 103; 50/4 - „Friedrich Engels“ Bordnummer 104.

1963

Modernisierung der „Karl Liebknecht“ und der „Friedrich Engels“ in Kronstadt. Die Modernisierung betrifft vorrangig die Ortungstechnik und die UAW-Bewaffnung.

Mit der erneuten Formierung einer 6. Flottille als Verband der Stoßkräfte wird die SKSSA dieser Flottille unterstellt. Am Gründungsappell nehmen auch die beiden modernisierten KSS „Ernst Thälmann“ und „Karl Marx“ teil.

Navigationsbelehrungsfahrt der „Ernst Thälmann“ und der „Karl Marx“ über Pfingsten. Die Route führt durch den Öresund entlang der schwedischen und norwegischen Küste bis Kap Lindesnaes und weiter mit Südkurs die dänische Küste entlang bis zum Feuerschiff Esbjerg. Nach Versorgung in der Jammerbucht erfolgt der Rückmarsch durch den Großen Belt.

Teilnahme der Schiffe „Ernst Thälmann“ und „Karl Marx“ an der gemeinsamen Übung „Flut-63“ in der VR Polen

1964

Die KSS „Karl Liebknecht“ und „Friedrich Engels“ sind als darstellende Kräfte an einer gemeinsamen Stabsübung mit Nachrichtenmitteln beteiligt.

KSS „Karl Liebknecht“ und „Friedrich Engels“ nehmen an einer gemeinsamen Reedeübung von Kräften der BF, PSKF und VM teil.

Teilnahme der KSS „Ernst Thälmann“ und „Karl Marx“ an den Feierlichkeiten zur „Woche des Meeres“ der PSKF

Aufklärungsfahrt der „Karl Liebknecht“ in das Skagerrak

Eine Jugenddelegation der Ungarischen Volksarmee weilt zu Besuch auf dem KSS „Friedrich Engels“

Teilnahme von KSS an der einlaufenden Flottenparade zum 15. Jahrestag der DDR in Rostock-Warnemünde. Das Schiff „Karl Marx“ schießt Ehrensalut.

Zum Abschluss des Ausbildungsjahres 1963/64 zeichnet der Minister für Nationale Verteidigung das KSS „Karl Marx“ als „Bestes Schiff“ und mit der Verdienstmedaille der NVA in Bronze aus. Die GA III und V des KSS „Ernst Thälmann“ werden von ihm als „Beste Gefechtsabschnitte“ ausgezeichnet.

1965

Aufklärungs- und Navigationsbelehrungsfahrt der „Karl Liebknecht“ und der „Friedrich Engels“ entlang der norw. Küste bis zum 60. Breitenparallel und zur englischen Küste über den Null-Meridian (Seegebiete: Nördl. Nordsee, Ostküste England, Deutsche Bucht)

Besuch der KSS „Karl Liebknecht“ und „Friedrich Engels“ zur „Woche des Meeres“ in Gdynia. Dabei ist die „Karl Liebknecht“ Teilnehmer einer gemeinsamen Flottenparade der VOF. Den Besuch leitet Vizeadmiral Ehm.

Walter Ulbricht (Staatsratsvorsitzender) und Willi Stoph (Ministerpräsident) besuchen anlässlich der Ostseewoche die Volksmarine und fahren auf KSS „Friedrich Engels“ von Rostock nach Saßnitz.

Der sowjetische Kosmonaut Oberst Pawel Beljajew ist Gast auf dem KSS „Karl Marx“

Verlegung der SKSSA von Saßnitz nach Warnemünde. Führungswechsel von der 6. auf die 4. Flottille. Der Truppenteil wird nicht mehr als „selbständige“ sondern nur noch als KSSA geführt. Der Truppenteil-Status bleibt erhalten. Die Bordnummern ändern sich wie folgt: 50/1 - „Ernst Thälmann“ Bordnummer 121; 50/2 - „Karl Marx“ Bordnummer 122; 50/3 - „Karl Liebknecht“ Bordnummer 123; 50/4 - „Friedrich Engels“ Bordnummer 124.

1966

Beim Auslaufen aus dem Pinnegraben kollidiert das KSS „Karl Marx“ im Warnemünder Seekanal mit einem Minol-Binnentanker und einer Motor-Klappschute. Der Steven des KSS wird eingedrückt. Die Reparatur erfolgt durch die Neptun-Werft im Stützpunkt Warnemünde

In Begleitung von E. Honecker besichtigt eine ungarische Partei- und Regierungsdelegation unter Leitung von Janos Kadar von KSS „Karl Marx“ aus Vorführungen der Volksmarine in See. Die „Karl Marx“ wird durch die „Ernst Thälmann“ begleitet.

Navigationsbelehrungsfahrt der KSS „Ernst Thälmann“ und „Karl Marx“ in die Nordsee. Das Überschreiten des Nullmeridians wird mit einer zünftigen Meridiantaufe begangen.

1967

In seiner Funktion als Sekretär des Nationalen Verteidigungsrates beobachtet E. Honecker vom KSS „Friedrich Engels“ aus Vorführungen der VM in See.

Anläßlich des 50. Jahrestages der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution beteiligen sich die KSS „Karl Marx“ und „Karl Liebknecht“ an einer Flotten-Parade in Leningrad.

Auslaufende Parade im Seekanal von Warnemünde zum 50. Jahrestag der Oktoberrevolution zusammen mit Einheiten der Baltischen Rotbanner-Flotte. Flaggschiff ist das KSS „Karl Liebknecht“, das in Höhe Passagierkai in Warnemünde im Seekanal zwischen Tonnen vertäut ist. Heftiger Wind aus West droht das Schiff in die Fahrrinne zu drücken. Mit Schlepperhilfe und Zusatzleinen bis zur Pier kann die Position gehalten werden.

1968

KSS „Karl Marx“ überführt eine Arbeitsgruppe des Kommandos der VM unter Leitung des Chefs des Stabes, Konteradmiral Streubel, nach Baltijsk. Aufgabe der Gruppe: Vorbereitung des Manövers „Sewer“

Letzte gemeinsame Seeausbildung aller 4 KSS Pr. 50

KSS „Karl Liebknecht" (123) wird außer Dienst gestellt. Die Bord-Nr. 123 übernimmt die „Friedrich Engels“ (vorher 124)

Die KSS „Ernst Thälmann“ und „Karl Marx“ sind Teilnehmer einer stehenden Flottenparade aus Anlass des 50. Jahrestages der Novemberrevolution.

1969

Während der Ostseewoche besucht Janos Kadar (1. Sekretär der ungarischen KP) die Volksmarine und weilt auch an Bord des KSS „Ernst Thälmann“.

Die KSS „Ernst Thälmann“ und „Friedrich Engels“ nehmen am Manöver des Warschauer Vertrages „Oder-Neiße" teil.

KSS „Friedrich Engels“ ist Flaggschiff der stehenden Parade im Stadthafen Rostock aus Anlaß des 20. Jahrestages der Gründung der DDR. Die Vorführungen der Parade finden dabei bereits am 04.10. statt.

KSS „Friedrich Engels“ wird unmittelbar nach der Flottenparade außer Dienst gestellt. Danach wurden auf dem Schiff noch 1969 viele Szenen des DEFA-Filmes „Rottenknechte“ gedreht. Dazu wurden an Bord im Stützpunkt Warnemünde durch Werftpersonal kleinere Umbauten vorgenommen und Besatzungsmitglieder als Kleindarsteller und Statisten eingesetzt.

1970

Zum 25. Jahrestag der PSKF besucht ein Verband der VM unter Leitung von Vizeadmiral Ehm Gdynia. Zum Verband gehören das KSS „Ernst Thälmann“ als Flaggschiff, ein MLR, ein U-Jäger und ein MSR.

Teilnahme des KSS „Ernst Thälmann“ am Manöver „Waffenbrüderschaft“ des Warschauer Vertrages

1971

KSS „Karl Marx“ nimmt als darstellende Kraft an der KSÜ „Sojus 71“ teil. Von Bord des KSS „Karl Marx“ aus beobachten E. Honecker, Armeegeneral Hoffmann, Vizeadmiral Ehm u. a. Persönlichkeiten Gefechtshandlungen von Raketen-, Torpedo- und U-Jagd-Kräften der VM in See.

Umbenennung der KSSA in 4. KSS-Abteilung. Im Zusammenhang damit erhält das KSS „Ernst Thälmann“ die Bordnummer 141 und das KSS „Karl Marx“ die Bordnummer 142

1972

Kubas Partei - und Regierungschef Fidel Castro besucht die Volksmarine, KSS „Karl Marx“ schießt Ehrensalut.

1973

KSS „Ernst Thälmann“ als Flaggschiff macht zusammen mit dem UAW-Schiff „Wismar“ (Typ Hai) und dem MAW-Schiff „Bernau“ zu einem offiziellen Flottenbesuch, der von Vizeadmiral Ehm geleitet wird, in Leningrad fest.

KSS „Ernst Thälmann“ als Flaggschiff nimmt zusammen mit 2 UAW- und 3 MAW-Schiffen an einem Flottenbesuch in Gdynia teil. Leitung des Besuchs-Verbandes: Vizeadmiral Ehm. Nach Ausfall beider Maschinen muss das Schiff auf der Rückfahrt geschleppt werden.

1974

Teilnahme des KSS „Karl Marx“ an der Kommandostabsübung „WAL-74"

Stehende Flottenparade im Rostocker Stadthafen, Flaggschiff: KSS „Ernst Thälmann“

1975

Unter Leitung von Admiral Ehm nimmt die „Karl Marx“ als Führerschiff mit einem U-Jäger „Hai“ und zwei MSR am Flottenbesuch zum 30. Jahrestag der PSKF teil.

1976

KSS „Ernst Thälmann“ und das Schulschiff „Wilhelm Pieck“ sind Teilnehmer eines Flottenbesuches in Leningrad, der unter Leitung von Vizeadmiral Ehm steht. Das KSS wird in den Paradeverband zum „Tag der Seekriegsflotte“ eingegliedert.

KSS „Karl Marx" wird außer Dienst gestellt. Das Schiff dient zeitweilig noch als Wohnschiff für die neu zu formierenden 1159-Besatzungen.

1977

Als letztes Schiff des Projektes 50 wird KSS „Ernst Thälmann“ außer Dienst gestellt.

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