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Wappen der Marinekameradschaft KSS e.V. Warnemünde: Anker mit LorbeerkranzDie Geschichte von KSSKüstenschutzschiffe der Volksmarine 1956–1990
Projekt 1159 · Koni-Klasse

KSS „Halle“

Küstenschutzschiff des Projektes 1159 (Koni-Klasse), Bau-Nr. 1159/3, Bordnummer 143, in der Volksmarine in Dienst gestellt 28. Januar 1986.

Klasse
Koni-Klasse (NATO) · Projekt 1159
Typ
Küstenschutzschiff; mit Anordnung 44/86 des Chefs der Volksmarine ab 1. Dezember 1986 als KSS 2. Ranges bezeichnet
Bordnummern
143, F 225
Sowjetischer Name / Baunummer
„KSS-149“, sowjetische Baunummer 206; deutsche Bau-Nr. 1159/3
Bauwerft
Kiellegung 8. April 1983, Werft Nr. 203 in Selenodolsk
Stapellauf
30. Juni 1984; Übernahme durch die sowjetische Seekriegsflotte 25. Juni 1985; dokumentiert ab 29. Februar 1983
Indienststellung
28. Januar 1986 als letztes KSS des Projektes 1159 durch den Chef des Stabes der Volksmarine, Konteradmiral Hoffmann
Außerdienststellung
Mit dem 2. Oktober 1990 hörte die Volksmarine auf zu bestehen; die Ereignistafel führt die „Halle“ unter den Schiffen, die laut Einigungsvertrag zeitweilig noch im Flottendienst verblieben.
Verbleib
Im Dezember 1990 besuchte die „Halle“ als „F225“ Wilhelmshaven. Die Ereignistafel bezeichnet dies als letzte Fahrt eines KSS Projekt 1159.
Stützpunkt
Warnemünde
Verband
4. KSS-Abteilung der 4. Flottille; im Mai 1984 zur 4. KSS-Brigade umgebildet

Geschichten und Beiträge

4 Beiträge
  • Manfred Kretzschmar, Hans SteikeEpisoden und GedankenBroschüre Teil 51956–1990Projekt 50Projekt 1159Projekt 133.1

    Manfred Kretzschmar und Hans Steike rekonstruieren die Unterstellung, den Status des Truppenteils und die häufig wechselnden Bordnummern der Küstenschutzschiffe Projekt 50 von der Gründung der Seestreitkräfte 1956 bis zum Ende der Volksmarine 1990. Der Beitrag enthält die Anordnungen zur Flottillenbildung 1956, die Führungen von 6. Flottille, KSS-Brigade, SKSSA, KSSA und 4. KSS-Brigade sowie eine chronologische Übersicht aller Bordnummern der vier Schiffe.

  • Adolf TippachEpisoden und GedankenBroschüre Teil 71913–1990Projekt 50Projekt 1159Projekt 133.1

    Adolf Tippach zeichnet die Geschichte des Marinestützpunktes Hohe Düne in Warnemünde von 1913 bis 1990 nach: vom kaiserlichen Marinefliegerstützpunkt und Seeflug-Versuchskommando über Flugzeugbau, Fliegerschule und Fliegerhorst der Luftwaffe bis zur Nachkriegszeit und zum Aufbau der Flottenbasis West und der 4. Flottille der Volksmarine. Beschrieben werden die Bauphasen des Stützpunktes, die Veränderungen im Schiffsbestand, das Minenräumen 1963/64, die Stationierung der KSS ab 1965 sowie die Übergabe an die Bundesmarine im Oktober 1990. Mit Lageplänen und einer Übersicht der Chefs der 4. Flottille.

  • Hans SteikeEpisoden und GedankenBroschüre Teil 101945–1990Projekt 50Projekt 1159Projekt 133.1

    Übersicht über die Wachschiffe (SKR) der sowjetischen Seekriegsflotte von 1945 bis 1990 nach der Beilage „Morskaja kollekzija“: Projekte 29, 42, 50, 159, 35, 1159, 1135, 11351 und 11540 mit Entwicklungsgeschichte, Bauzahlen, Exporten und taktisch-technischen Daten. Die Projekte 50 und 1159 fuhren als KSS in der Volksmarine der DDR.

  • Dieter BallwanzAmüsantesBroschüre Teil 111986Projekt 1159Projekt 133.1

    Dieter Ballwanz, Kochinstrukteur im Verpflegungsdienst der 4. Flottille, gibt Tagebuchnotizen vom Spezialschießabschnitt in Baltijsk vom 5. bis 19. Juli 1986 wieder: Verpflegungsübergaben an die Schiffe, Bierbedarfsrechnung für 260 Mann, Einkaufswünsche der Daheimgebliebenen, Sauwetter ohne Auslaufen, Empfänge für Chefs und Kommandanten, ein Streit um Strichlisten auf dem Gefechtsversorger E-41 und der Besuch des Chefs der Volksmarine. Mit einer Anmerkung der Redaktion zur Sonderstellung von Fritz Schmökel.

Aus der Ereignistafel

Gesamte Chronik

1986

Als letztes KSS Projekt 1159 wird die „Halle“ (143) durch den Chef des Stabes der VM, Konteradmiral Hoffmann, in Dienst gestellt

Spezialschießabschnitt in Baltijsk, Teilnehmer am Raketenschießen sind die KSS „Berlin“ und „Halle“. Am Torpedoschießen nehmen die KSS Pr. 133 „Perleberg“ und „Bützow“ und drei Schiffe der 1. Flottille teil.

1987

8. Gemeinsames Geschwader unter Führung der VM, Führerschiff des Verbandes ist das KSS „Halle“, das auch den Pokal für den „Besten Navigationsabschnitt“ gewinnt. Am Geschwader nehmen zeitweise auch zwei KSS Pr. 133 teil.

KSS „Halle“ führt, begleitet vom Bergungsschiff „Otto von Guericke“, einen Flottenbesuch in Finnland (Kotka) durch. Der Besuch wird vom Chef der 4. Flottille, Kapitän zur See Müller, geleitet

1989

10. Gemeinsames Geschwader der Verbündeten Ostseeflotten unter Teilnahme des KSS „Halle“ (143) bei Führung durch die BF. Die Handlungen beschränken sich auf Ostsee und Kattegatt.

Letzter Spezialschießabschnitt der Volksmarine in Baltijsk, erfolgreicher Einsatz der OSA-M-Komplexe der KSS „Berlin“ und „Halle“ gegen P-15

Stehende Flottenparade im Stadthafen Rostock zum 40. Jahrestag der DDR. Beteiligt sind auch KSS der 1. und 4. Flottille. Flaggschiff des Verbandes ist das KSS „Halle“.

Takt. Training der UAW-Kräfte der VM im ÜG 054. Teilnehmer der 4. Flottille: 142, 143, 223, 241, 242, 243.

Takt. Training der UAW-Kräfte der VM mit einem polnischen U-Boot. Daran nehmen 8 KSS der 4.Flottille (142, 143, 221, 222, 223, 242, 243, 244) und 3 KSS der 1. Flottille teil.

1990

11. und letztes Gemeinsames Geschwader der Verbündeten Ostseeflotten unter Teilnahme des KSS „Halle“ (143). Die Führung erfolgt durch die VM. Die Kampfschiffe sind zur Hafenausbildung im Überseehafen stationiert. Die Handlungen des Verbandes beschränken sich auf die Ostsee. Zur Sicherstellung des Geschwaders sind auch die KSS 241 und 243 eingesetzt.

Laut Einigungsvertrag werden Stützpunkte, Schiffe, Technik und Personal der Volksmarine von der Bundesmarine übernommen. Zeitweilig verbleiben noch im Flottendienst: Projekt 1159: „Rostock“, „Halle“ Projekt 133: „Wismar“, „Lübz“, „Teterow“, Gadebusch“, „Grevesmühlen“.

Letzte Fahrt eines KSS Projekt 1159: Die „Halle“ besucht als „F225“ Wilhelmshaven.

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